Unsere Dozenten: Unser Ziel muss es sein Wertschöpfungsweltmeister zu werden!

Hans-Bernhard Müller, ein Urgestein des Lean Managements, zeichnet sich durch sein Engagement für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Hochlohnländern und als Aktivist im Institut für Produktionserhaltung  aus.

 

Herr Müller begann seine Laufbahn am „Shopfloor“ als Maschinenschlosser. Wie er sagt war das die wichtigste Ausbildung in seinem Leben! Dort wurde er vom Leitspruch seines Ausbildungsmeister Johannes Spät geprägt: „Was nicht passt wird passend gemacht!“ Ein Leitspruch, der auf viele Lebenssituationen angewendet werden kann.

 

Im Rahmen des zweiten Bildungsweges schaffte er die Voraussetzung für eine erfolgreiche Laufbahn bei der deutschen Bundeswehr und wurde Haupmann und Kompaniechef. Mit dieser in jungen Jahren gesammelten Führungserfahrung wechselte er zur Firma Daimler-Benz und leitete die Blechteilefertigung am Standort Mannheim. Im Rahmen der Integration der Firma SETRA Omnibusse wurde eine Blechbearbeitung in Tschechien in den Konzern eingegliedert und so ein direkter Wettbewerber innerhalb des Konzerns geschaffen. Mitarbeiter in der tschechischen Produktion arbeiteten für weniger Lohn als Auszubildende im ersten Lehrjahr in Deutschland.

 

Damit war es eine besondere Herausforderung die Arbeitsplätze der eigenen Mitarbeiter zu erhalten. Die „Flexible Blechteilefertigung“ mit kürzesten Prozesszeiten zwischen Beauftragung und Ablieferung am Verbrauchsort war die Antwort auf diese Herausforderung.  Mit Methoden des Lean Management wurden flexible und schlanke Produktionsprozesse mit absoluter Fixierung auf Wertschöpfung geschaffen. Die Motivation aus diesem Erfolg wurde in weitere berufliche Funktionen übertragen. Als Leiter Technische Bildung des Daimler Werkes war Herr Müller entscheidend an der Entwicklung des Daimler Ausbildungssystems DAS beteiligt. Der Bildungsbereich des Werkes Mannheim wurde als Anerkennung dieser Leistungen auf dem Gebiet des Lean Managements mit dem Award für die beste Umsetzung des Produktionssystems ausgezeichnet. In den weiteren Stationen hat Herr Müller dann für das Lean Management Zentrum Heidelberg, für die Siemens AG und die Continental AG als Coach und Berater gearbeitet. Eine Reihe von Best Practice Auszeichnungen begleiteten diese Arbeit. In 2008 begann Herr Müller anfangs nebenberuflich seine Leistungen auch in seiner eigenen Firma anzubieten. Die Firma H.-B. Müller GmbH begleitete eine Reihe von Firmen, darunter auch Weltmarktführer, in der Restrukturierung von Fertigungs- und administrativen Abläufen. Diese Arbeit wurde beispielsweise in 2015 und 2016 auch als Best Practice in Österreich ausgewählt und präsentiert.   

 

Die ganzheitliche Optimierung der Wertschöpfungsprozesse sind der Schlüssel für eine langfristige, erfolgreiche Unternehmenspolitik und zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit flexibel auf Veränderungen des Marktes zu reagieren. Langfristig ist es deshalb wichtig Wertschöpfungsweltmeister zu werden. 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Blechbearbeitung Online (Donnerstag, 10 August 2017 14:32)

    Wertschöpfungsprozesse sind die optimale Lösung um schnell und einfach Optimierungsmöglichkeiten der Ablauforganisation zu analysieren, da in der Regel nur ein Bruchteil des gesmaten Prodktionsprozesses der eigentlichen Wertschöpfung dient.